Im Gespräch mit Frau Anke P., Brustkrebspatientin
Nach der Diagnose Brustkrebs mit anschließender Operation sollte bei Frau Anke P. die Chemotherapie folgen. Aus Angst vor den Nebenwirkungen insbesondere vor Übelkeit und Erbrechen wollte Frau Anke P. erst gar nicht mit der Therapie beginnen bis sie von einem neuen wirksamem Medikament gegen Übelkeit und Erbrechen erfuhr.
Frau P., bei Ihnen wurde kürzlich eine recht aggressive Chemotherapie durchgeführt. Dabei kann es ja durchaus auch zu schwerer Übelkeit und Erbrechen kommen. Wie war das bei Ihnen?
Vor einem guten halben Jahr wurde bei mir Brustkrebs festgestellt. Nach der Operation sollte ich eine Chemotherapie mit Doxorubicin bekommen. Mein Arzt sagte mir, dass dieses Medikament bei Brustkrebs sehr gut wirkt. Allerdings könnte es Übelkeit und Erbrechen verursachen. Als ich das hörte, wollte ich die Therapie erst gar nicht beginnen.
Warum wollten Sie auf eine so wirksame Behandlung verzichten?
Was Übelkeit und Erbrechen bedeuten, hatte ich zwei Jahre zuvor bei meinem Vater erlebt. Er wurde wegen Lungenkrebs mit Cisplatin behandelt und hat nach jedem Zyklus tagelang gelitten. Am schlimmsten war die ständige Übelkeit – dieses dauerhafte Würgen, ohne dass er sich erbrechen konnte. An Essen war natürlich gar nicht zu denken. Und dann die Angst vor der nächsten Behandlung. So etwas wollte ich auf keinen Fall.
Letztlich haben Sie sich aber doch zu der Chemotherapie entschieden. Was waren die Gründe hierfür?
Mein Arzt sagte mir, dass es ein neuartiges Medikament gegen Übelkeit und Erbrechen gibt, mit dem er schon sehr gute Erfahrungen gemacht hat. Zusätzlich zu der bisher üblichen Standardtherapie wird das Medikament drei Tage lang eingenommen. Es soll auch gegen die tagelange Übelkeit helfen, die meinem Vater so zu schaffen gemacht hat. Das hat mich irgendwie überzeugt.
Wie lief die Behandlung mit dem neuen Antiemetikum im Einzelnen ab?
Eine Stunde vor Beginn der Chemotherapie habe ich die erste Kapsel eingenommen. Bevor ich noch am selben Tag nach Hause ging, hat mir die Schwester zwei weitere Kapseln mitgegeben, die ich dann am Morgen des nächsten und übernächsten Tages, also am Tag 2 und 3 nach der Chemotherapie, eingenommen habe.
Wie haben Sie die Chemotherapie vertragen?
Übelkeit und Erbrechen waren jedenfalls kein Problem. Ich war ein wenig müde und fühlte mich erschöpft. Aber das hörte dann nach einigen Tagen auf. Bis zur nächsten Chemotherapie war ich jedenfalls wieder fit.
Und wie haben Sie sich bei der nächsten und den weiteren Chemotherapie-Zyklen gefühlt?
Ich habe ja insgesamt sechs Zyklen bekommen und wurde immer – wie beim ersten Zyklus – prophylaktisch gegen Übelkeit und Erbrechen behandelt. Bei einer Chemotherapie musste ich mich mal kurz übergeben, aber das lag vielleicht auch am Essen. Jedenfalls hatte mein Mann an dem Tag auch leichte Magenbeschwerden.